Smart Glasses & Leitlinien

Eine gute Zusammenstellung über den aktuellen Diskussions-Stand zu „Smart Glasses“ liefert dieser Heise-Artikel vom 27.8.2026:
https://www.heise.de/news/Streit-ueber-Spannerbrillen-Verbaende-legen-Leitlinien-fuer-Smart-Glasses-vor-11432354.html

Hilfreich ist sicherlich auch das Dokument „Smart Glasses im Altag“, formuliert in einer ersten Version vom 26.8.2026 von einigen Fachverbänden und Hochschulen zu folgenden Aspekten:

Fahrrad vs. Mensch – wer gewinnt bei der Bahn?

Im ICE 774 ging es am 19.8.2026 aus meiner Sicht recht seltsam zu. Der Zug hielt, nur aus Stuttgart kommend, schon bei Ankunft gegen 8.00 Uhr früh am Mannheimer Bahnsteig „falsch“ – wie sich später bei einer Durchsage herausstellte, fehlten 4 Wagen und es war sowieso ein Ersatzzug. Beim Einsteigen in Wagen 1 drängten sich mehrere Fahrräder und steuerten auf ein normales Sitzplatzabteil zu, das tatsächlich per gelbem Schild an der Glastürwand als reserviert für Fahrräder gekennzeichnet war. Wir haben zu zweit noch im nächsten Abteil zwei der letzten Sitzplätze im Wagen ergattern können – Dort waren an der Glastürwand nur 2 Sitzplatzreservierungen sichtbar.

Umso größer unsere Überraschung in Frankfurt, als wir von einer Zugbegleiterin genau aus diesem Sitzplatz-Abteil verwiesen wurden, denn das würde ab sofort für Fahrräder gebraucht. Also das ist eine Story für „Wie bitte?“ oder „Wahnsinn des Alltags“, finde ich. Leider aber bei der Bahn die offizielle Policy, wie mir die Zugbegleiterin treuherzig aber sehr energisch versicherte. Ich kann das eigentlich nicht glauben: Fahrräder haben in einem ICE Vorrang vor sitzen wollenden Fahrgästen? Von der Hygiene mal ganz abgesehen. Und das im Berufsverkehr gemischt mit Mengen an Urlaubern mit Koffern?
Inhaltlich zu klären war da nichts mehr, da die Zugbegleiterin ankündigte, der Zug können solange nicht aus Frankfurt weiterfahren, bis wir das Abteil verlassen hätten zugunsten der auf dem Bahnsteig befindlichen Fahrräder. Also sind wir zeitnah gewichen und der Zug fuhr auch pünktlich los. Ein Ersatz-Sitzplatz wurde uns nicht angeboten und zunächst sah es bei den vielen stehenden Menschen im Zug auch nicht nach Sitzmöglichkeiten aus.
Durchsagen erläuterten einige Zeit später, es gäbe noch mehrere Sitzplätze im Zug, der allerdings sehr ausgelastet sei – und die erste Klasse sei komplett voll.
Ja, wir haben nach Frankfurt bis Göttingen getrennt voneinander schließlich noch einen Sitzplatz gefunden: Da waren zwar Reservierungen angezeigt, aber es kam niemand mehr. Laut Durchsage waren Online-Reservierungen umgebucht, zu erkennen an der roten Farbe in der App, hingegen Papier-Reservierungen seinen hinfällig in diesem Zug. Versteht das noch jemand: waren die an der Gepäckleiste angezeigten Reservierungen nun die umgebuchten? Zudem teilten Durchsagen ja mit, dass Reservierungen im Zug teilweise nicht korrekt angezeigt würden.

Wieder einmal ein Bahnerlebnis der besonderen Art. Was schließe ich daraus: Bei der Bahn sollte einen nichts, wirklich nichts, mehr überraschen. Und im nächsten Leben möchte ich ein Fahrrad werden, denn da wird man bei der Deutschen Bahn im ICE respektvoll, ja sogar bevorzugt, behandelt?

 

So reisen Fahrräder im ICE?!

In Frankfurt spontan zu einem Fahrradabteil umdeklariertes, nun geräumtes, Sitzplatzabteil (ICE 774 am 19.8.2026, Foto in Frankfurt), zum Vergrößern anklicken

Spontan zu einem Fahrradabteil umdeklariertes Sitzplatzabteil in Frankfurt

 

Schon in Mannheim als Fahrradabteil deklariertes Sitzplatzabteil (ICE 774 am 19.8.2026, Foto in Frankfurt), zum Vergrößern anklicken

Schon in Mannheim als Fahrradabteil deklariertes Sitzplatzabteil

Schon in Mannheim als Fahrradabteil deklariertes Sitzplatzabteil

42

Laut Wetterkontor.de (s.a. https://www.wetterkontor.de/wetter-rueckblick/) ist 42 die höchste Anzahl von „Heißen Tagen“ in Mannheim im Zeitraum 2003-2026. 42 „Heiße Tage“ waren es jeweils in 2003 und in 2018. Das bedeutet: An 42 Tagen im jeweiligen Kalenderjahr wurden 30 Grad und mehr gemessen. Der Wert 42 wird in 2026 wahrscheinlich übertroffen werden, da wir mit Stand 31. Juli 2026 ja bereits 33 „Heiße Tage“ in Mannheim hatten.

Auszug aus Wetterkontor.de Statistik für Mannheim, sortiert nach Anzahl der heißen Tage mit Fokus auf höchsten Wert 42

Quelle: Auszug aus Wetterkontor.de generierter Statistik für Mannheim 2003-2026, sortiert nach Anzahl der heißen Tage mit Fokus auf höchsten Wert 42

Relevant finde ich die Zählung der Tage über 30 Grad, da diese gerade in Städten wie Mannheim, die sich nachts nicht richtig abkühlen, Bedeutung haben. Da helfen dann auch die gut gemeinten Hitzeschutzpläne nicht viel – diese erscheinen mir zunehmend realitätsfremd. Eine Karte mit sogenannten „Kühlen Orten“ ist bei über 35 Grad draußen ein schlechter Scherz, wenn man dabei auch auf (noch dazu sehr kleine) Parks verweist. Im (empfohlenen) Technischen Rathaus habe ich beim längeren Warten wegen Führerschein-Verlängerung nur Hitze feststellen können im öffentlichen Wartebereich – zugegebenermaßen hatten die Mitarbeiter an den Schaltern es kühler. Seien wir doch mal ehrlich: Auch Kälte kann man sich inzwischen nur noch „kaufen“ – sei es in kostenpflichtigen Museen oder beim Besuch von Läden der Innenstadt oder einigen wenigen Cafés mit Klimaanlage. Ich erinnere mich noch an meine Begeisterung über den Rittersaal im Mannheimer Schloss damals am 9.7.2023: 22 Grad drinnen bei 37 Grad draußen.

Es gibt möglicherweise tatsächlich noch Personen, für die folgende Hinweise hilfreich sind:

„Lassen Sie Hitze tagsüber nicht in die Wohnung. Schließen Sie Fenster und Rolläden bei Tag und lüften Sie in den Nacht- und Morgenstunden.“

-> Bei nächtlichen Tiefstwerten von 20 Grad um 5 Uhr früh ist das ungemein effektiv und löst sicherlich das Problem. Immerhin ist Mannheim eine Gegend in der Außenrollos nahezu flächendeckend selbstverständlich sind.

„Nutzen Sie Ventilatoren oder Klimaanlagen, wenn es gesundheitlich angeraten ist. Es sollte drinnen möglichst nicht mehr als 6 Grad kälter sein als draußen.“

-> Das ist bei wiederholten Werten über 35 Grad draußen ja kein Realisierungsproblem. Die alljährlich im Sommer ausverkauften Ventilatoren helfen nicht beim Reduzieren der echten Temperatur. Immerhin hatte die lokale Zeitung am 29.7.2026 einen (kostenpflichtigen) Artikel geschaltet mit dem passenden Titel „Wo es in Mannheim noch Klimageräte und Ventilatoren gibt“.

Leider habe auch ich keine Lösung für das Hitzeproblem in Mannheim, aber mit umfangreichen Broschüren und Buzz Words auf Grundlage von Forschungsprojekten sorgt man (vermutlich nicht nur bei mir?) eher für Verdruss:

  •  „Mannheims kühle Orte Stadtplan – Cool down – Gemeinsam erfrischt und gesund durch den Sommer“ – ich hoffe, diese Überschrift hat kein Geld gekostet, sondern wurde von ChatGPT in Sekunden vorgeschlagen: https://www.mannheim.de/sites/default/files/2026-05/KOK%20Online-Version_3.pdf
  •  Der „Hitzeaktionsplan 2.0″ vom 29.7.2026 macht sich sicher gut politisch („Kommunikationskaskade“, „Koordinierungskomitee Hitze“, „HAP-Steuerungskreis“ und „HAP-Management-Zyklus“), aber wie viel bringt das wirklich? Die enthaltenen Hinweise sollten eigentlich selbstverständlich für jeden sein – einfach schon aus Lebenserfahrung in Mannheim und vor allem aufgrund professionellem Handeln der jeweils angesprochenen Gruppen.
    https://www.mannheim.de/sites/default/files/2026-07/HAP%202.0_finale%20Version.pdf

Letztendlich ist es bei der Hitze wie bei vielen anderen Themen: Wer Geld und Möglichkeiten hat, versorgt sich selbst. Mit einer Klimaanlage. Gesundheit hängt zunehmend vom Geldbeutel ab, was mir nicht nur die diesjährigen Gesundheitsreformen wieder eindrücklich vermittelt haben. Ob das gut ist für die Gesellschaft, wird sich zeigen.

12 Versionen vom Ich

Nie war es einfacher, sich selbst in andere Settings/Situationen hineinzu(ver)setzen im Rahmen eines Bildes. Vorhandene Prompt-Kataloge geben Anregungen und die Prompt-Beispiele können hinsichtlich eigener Ideen leicht editiert werden. Auch fremdsprachige Prompt-Beispiele sind kein Hindernis mehr z. B. per DeepL-Übersetzung.
Die folgenden Ergebnisse basieren alle auf Prompts von https://bananaprompts.com/de/explore (Filter: „Beliebt“)

Collage-Bild von 12 KI-generierten Bildern

Die mit eigenen Änderungen angepassten Prompts nach Google-Anmeldung eingegeben bei https://gemini.google.com/app?hl=de, jeweils das gleiche Foto von mir hochgeladen – fertig.

Ende 2022 hatte ich mit der KI-Anwendung Dream by Wombo meine ersten KI-Bilder generiert – also noch keine 4 Jahre her und doch liegen einige Welten zwischen den damaligen und heutigen Möglichkeiten zur KI-Bildgenerierung. Und leider ist kaum noch zu erkennen, was echt ist und was nicht – bei manchen Motiven hilft natürlich etwas gesunder Menschenverstand 😉

Links zu den erzeugten Einzelbildern und Dokumentation der Prompts:

Bild 1 | Bild 2 | Bild 3 | Bild 4

Bild 5 | Bild 6 | Bild 7 | Bild 8

Bild 9 | Bild 10 | Bild 11 | Bild 12

PDF mit Beschreibung der genutzten Prompts

 

Mit KI zum Video: 2 Text-to-Video-Tools im Vergleich

Lediglich ein kurzer Prompt im Webbrowser für eine fiktive Story – was machen bei einem kleinen Test zwei KI-Tools in der Free-Version daraus? Die Ergebnisse unterscheiden sich stark in Länge, Stil, Stimmung und den eingesetzten gestalterischen Möglichkeiten der Videoproduktion.

Test 1: Canva
Canva ist für Mediendesign sowie Zusammenarbeit durchaus beliebt und bietet auch eine Funktion, per Text-Prompt ein Video zu erstellen. Nach Prompt-Eingabe in der etwas versteckten Video-Option „Magic Media“ (Video -> YouTube-Video -> Magic Media -> Videos) wurde sehr schnell ein Video mit 5 Sekunden Länge erzeugt. Das Ergebnis war durchaus beachtenswert, wenngleich etwas künstlich.
Unter dem Prompt-Eingabe-Fenster befindet sich ja auch folgender Canva-Hinweis: „Dies ist eine neue Technologie. Szenen mit Menschen oder Tieren können etwas seltsam aussehen“.
Nachträglich hinzugefügt via Timeline habe ich dann noch als Text-Element eine Überschrift und als Audio-Element „AI Voice“ mit kurzem Text. Die eingeblendeten Musik-Beispiele wären kostenpflichtig gewesen – erst über die Suche nach Begriffen hätte man auch einige verwendbare Sounds gefunden… Lokaler MP4-Download war möglich; für eine etwaige Freigabe ist gut zu wissen: Die Zugriffsebene „Jeder mit dem Link“ vergibt standardmäßig im Sinne einer Zusammenarbeit gleich Bearbeitungsrechte fürs Design – ggf. also umstellen/reduzieren auf „Darf ansehen“.
Informationen zu Canva-Möglichkeiten und -Preismodellen: https://www.canva.com/de_de/

https://canva.link/d870ykw1l68rqzq (nur ansehen)
Prompt „im frühlingshaften Londoner Park sieht eine Frau einen Waschbär, der auf einen Uhu oben im Baum schaut

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Test 2: HeyGen
HeyGen ist rein auf Videos spezialisiert „At HeyGen, our mission revolves around empowering individuals through accessible AI video generation“ und verfolgt mit seinem Video Agent den Anspruch „Not a tool. Not a copilot. It’s a creative agent doing the work for you.“ Zentral ist die Möglichkeit, einen (z. B. auch selbst erstellten) Sprecher-Avatar zu wählen mit Voiceover für die einzelnen Szenen – in Kombination mit der Aktivierung des KI-Videogenerierungsmodells „Seedance 2.0“ konnte mein bisheriger eigener Foto-Avatar jedoch nicht genutzt werden.
Nach Eingabe des Prompts machte der AI Agent dann wirklich alles von alleine und listete dabei stets die jeweiligen Schritte (inkl. Thoughts) auf: Beschreibung der Szenen, Medienauswahl, Vertonung, Untertitel etc.
Das Video-Ergebnis wirkte auf mich dabei sehr seriös und realitätsnah mit persönlichem Touch, dauerte in der Generierung jedoch ca. 45 Minuten für die vom AI Agent vorgesehenen ca. 28 Sekunden (tatsächlich 21) – Da war die Mail „Your video is ready“ durchaus nützlich.
Gut zu wissen: Über „Edit a copy in AI Studio“ könnte man nun auch eine gezielte eigene Video-Weiterbearbeitung mit Elementen, Medien, Musik etc. vornehmen, was ich mir hier gespart habe.
Lokaler MP4-Download war möglich; eine etwaige Freigabe ist standardmäßig mit der Berechtigung „Ansehen und Kommentieren“ verbunden.
Informationen zu HeyGen-Möglichkeiten und -Preismodellen s. https://www.heygen.com/

https://app.heygen.com/videos/c138debb239949d2bba62d76dabd75ac
Prompt „Lisa is wearing a blue suit and walks on the streets of London thinking about something. Scene change: Spring – She is now in a park with a lake and sees a raccoon looking up at an eagle owl on a tree. She smiles and the video ends.“

Screenshot während Generierung des Videos