42

Laut Wetterkontor.de (s.a. https://www.wetterkontor.de/wetter-rueckblick/) ist 42 die höchste Anzahl von „Heißen Tagen“ in Mannheim im Zeitraum 2003-2026. 42 „Heiße Tage“ waren es jeweils in 2003 und in 2018. Das bedeutet: An 42 Tagen im jeweiligen Kalenderjahr wurden 30 Grad und mehr gemessen. Der Wert 42 wird in 2026 wahrscheinlich übertroffen werden, da wir mit Stand 31. Juli 2026 ja bereits 33 „Heiße Tage“ in Mannheim hatten.

Auszug aus Wetterkontor.de Statistik für Mannheim, sortiert nach Anzahl der heißen Tage mit Fokus auf höchsten Wert 42

Quelle: Auszug aus Wetterkontor.de generierter Statistik für Mannheim 2003-2026, sortiert nach Anzahl der heißen Tage mit Fokus auf höchsten Wert 42

Relevant finde ich die Zählung der Tage über 30 Grad, da diese gerade in Städten wie Mannheim, die sich nachts nicht richtig abkühlen, Bedeutung haben. Da helfen dann auch die gut gemeinten Hitzeschutzpläne nicht viel – diese erscheinen mir zunehmend realitätsfremd. Eine Karte mit sogenannten „Kühlen Orten“ ist bei über 35 Grad draußen ein schlechter Scherz, wenn man dabei auch auf (noch dazu sehr kleine) Parks verweist. Im (empfohlenen) Technischen Rathaus habe ich beim längeren Warten wegen Führerschein-Verlängerung nur Hitze feststellen können im öffentlichen Wartebereich – zugegebenermaßen hatten die Mitarbeiter an den Schaltern es kühler. Seien wir doch mal ehrlich: Auch Kälte kann man sich inzwischen nur noch „kaufen“ – sei es in kostenpflichtigen Museen oder beim Besuch von Läden der Innenstadt oder einigen wenigen Cafés mit Klimaanlage. Ich erinnere mich noch an meine Begeisterung über den Rittersaal im Mannheimer Schloss damals am 9.7.2023: 22 Grad drinnen bei 37 Grad draußen.

Es gibt möglicherweise tatsächlich noch Personen, für die folgende Hinweise hilfreich sind:

„Lassen Sie Hitze tagsüber nicht in die Wohnung. Schließen Sie Fenster und Rolläden bei Tag und lüften Sie in den Nacht- und Morgenstunden.“

-> Bei nächtlichen Tiefstwerten von 20 Grad um 5 Uhr früh ist das ungemein effektiv und löst sicherlich das Problem. Immerhin ist Mannheim eine Gegend in der Außenrollos nahezu flächendeckend selbstverständlich sind.

„Nutzen Sie Ventilatoren oder Klimaanlagen, wenn es gesundheitlich angeraten ist. Es sollte drinnen möglichst nicht mehr als 6 Grad kälter sein als draußen.“

-> Das ist bei wiederholten Werten über 35 Grad draußen ja kein Realisierungsproblem. Die alljährlich im Sommer ausverkauften Ventilatoren helfen nicht beim Reduzieren der echten Temperatur. Immerhin hatte die lokale Zeitung am 29.7.2026 einen (kostenpflichtigen) Artikel geschaltet mit dem passenden Titel „Wo es in Mannheim noch Klimageräte und Ventilatoren gibt“.

Leider habe auch ich keine Lösung für das Hitzeproblem in Mannheim, aber mit umfangreichen Broschüren und Buzz Words auf Grundlage von Forschungsprojekten sorgt man (vermutlich nicht nur bei mir?) eher für Verdruss:

  •  „Mannheims kühle Orte Stadtplan – Cool down – Gemeinsam erfrischt und gesund durch den Sommer“ – ich hoffe, diese Überschrift hat kein Geld gekostet, sondern wurde von ChatGPT in Sekunden vorgeschlagen: https://www.mannheim.de/sites/default/files/2026-05/KOK%20Online-Version_3.pdf
  •  Der „Hitzeaktionsplan 2.0″ vom 29.7.2026 macht sich sicher gut politisch („Kommunikationskaskade“, „Koordinierungskomitee Hitze“, „HAP-Steuerungskreis“ und „HAP-Management-Zyklus“), aber wie viel bringt das wirklich? Die enthaltenen Hinweise sollten eigentlich selbstverständlich für jeden sein – einfach schon aus Lebenserfahrung in Mannheim und vor allem aufgrund professionellem Handeln der jeweils angesprochenen Gruppen.
    https://www.mannheim.de/sites/default/files/2026-07/HAP%202.0_finale%20Version.pdf

Letztendlich ist es bei der Hitze wie bei vielen anderen Themen: Wer Geld und Möglichkeiten hat, versorgt sich selbst. Mit einer Klimaanlage. Gesundheit hängt zunehmend vom Geldbeutel ab, was mir nicht nur die diesjährigen Gesundheitsreformen wieder eindrücklich vermittelt haben. Ob das gut ist für die Gesellschaft, wird sich zeigen.

Uhu-Live-Webcam

Die Marburger Uhu-Familie mit Höhen und Tiefen live verfolgen zu können, war eine intensive Erfahrung. Der NABU Videozusammenschnitt mit Stand 17.3.-18.3.2026, d. h. noch vor der schließlich dramatischen Entwicklung, kann gut vermitteln, warum sich so viele Zuschauende für die Uhus interessiert haben: https://www.youtube.com/watch?v=46MbgIGoZHw

Danke an den NABU – ohne Eingreifen wäre es zumindest für die Küken wohl nicht gut ausgegangen. Schön, das der NABU-YouTube-Kanal sowohl Videos von der Kükenfütterung in der Wildtierstation als auch der Reaktion der Uhu-Mutter veröffentlicht hat und sich somit weiter „kümmert“. Zum YouTube-Kanal NABU Marburg:
https://www.youtube.com/@NABU_Marburg

Da der Nistkasten-Livestream inzwischen wieder online ist, konnte ich heute früh tatsächlich für einige Minuten noch einmal Lisbeth (?) live sehen.

Screenshot vom NABU Marburg Nistkasten der Elisabethkirche

Screenshot vom NABU Marburg Nistkasten der Elisabethkirche, 29.3.2026, 7:47 (MESZ)

NABU Hintergrundinformationen:

Livestream vom Nistkasten:

https://www.youtube.com/watch?v=KsMWO3l_pbM
Mit weiteren interessanten Links, z. B. zur Google Docs Zeitstempeldatei. Dort war zu lesen, dass heute Nacht 2 Uhus anwesend waren und ein Zurückspulen im Stream z. B. zu 3:36 Uhr bestätigte dies – Es sieht für mich allerdings nicht nach Hugo, sondern nach „Herausscheuchen“ eines anderen Uhus durch Lisbeth aus.

 

Pendeln in vollen Zügen & die Corona-Warn-App

Nachdem ich im Oktober 3,5 Wochen täglich zwischen Mannheim und Heidelberg gependelt bin, bin ich heilfroh, seit dem 26.10. wieder Home-Office machen zu können. „Das Leben in vollen Zügen genießen“ bekam davor eine ganz andere Bedeutung: Abstand? Fehlanzeige.
Warum die Bahnen um 6.29/6.34 Uhr nur mit einem Zugteil fahren, ist mir unerklärlich geblieben. An einem der Montage hatte der 6.29 Uhr die Qualitäten eines „Viehtransports“. Den Hinweis eines Kollegen, dass die 5.35-S-Bahn länger sei, konnte ich dann erfreut bestätigen: bis Heidelberg mit drei Zugteilen! Dennoch ist diese Uhrzeit schon arg früh, insbesondere wenn man im Finsteren die Einzige ist, die nach einer knappen halben Stunde Fahrt am Heidelberger Karlstorbahnhof aussteigt, wo die Laternen aus irgendeinem Grund defekt sind. Das Mittelalter-Feeling mit Blick aufs Heidelberger Schloss auf dem Kopfsteinpflaster-Weg zum Interims-Dachkammer-Büro kann man um diese Uhrzeit allerdings besonders gut erleben. In diesem Umfeld fällt leider der Gedanke an die Moderne und digitales Lernen hingegen wirklich sehr schwer, besonders wenn man 11 Jahre im „Technologiepark Neuenheimer Feld“ gearbeitet hat.

Wenn die Corona-Warn-App sich meldet

Viele Glückliche können ja zu Fuß oder mit dem Fahrrad ins Büro oder sie fahren sowieso mit dem Auto – aber wer in diesem Corona-Winter noch daran zweifelt, dass Home-Office angesagt ist, sollte vielleicht mal eine Prise Realität in den vollen ÖPNV-Zügen genießen. Und dann darauf warten, wie es mir passiert ist, dass die Corona-App einem „Begegnungen mit niedrigem Risiko“ meldet – wenn man Glück hat. Im Volltext der App diese Woche nachzulesen war „Sie hatten eine Begegnung mit einer später Corona positiv getesteten Person … Sie müssen sich keine Sorgen machen und es besteht kein besonderer Handlungsbedarf“. Dies wiederum heißt alles und nichts und ich frage mich, ob es vielleicht die Frau war, die letzte Woche in der S-Bahn mir schräg gegenüber sitzend vor dem Niesen die Maske abgenommen hat oder der Mann gegenüber, der am Freitag im überfüllten Zug seine Maske komplett unters Kinn geschoben hatte – vielleicht auch, weil die stickige Luft im Zug mit Maske wirklich kaum erträglich war.

Sicher, es gab auch Fahrten, die halbwegs angenehm waren, aber in Erinnerung sind mir auch noch die quirligen Schulklassen geblieben, die im Berufsverkehr den halben S-Bahn-Waggon füllten und sich lautstark über die Gänge unterhielten. In Zeiten von Corona surreal, insbesondere wenn man seine privaten Aktivitäten schon Monate heruntergefahren hat und insofern abschätzen kann, dass App-Meldungen sich wahrscheinlich auf den ÖPNV (oder eher unwahrscheinlicher: die wenigen Begegnungen im Büro) beziehen.

Ohne wenigstens das Begegnungsdatum und einen Uhrzeitslot macht die Corona-App für mich persönlich mit der Meldung „1 Begegnung mit niedrigem Risiko“ keinen Sinn, da es auf die jeweilige Begegnungssituation ankommt (s.a. oben). Und Algorithmen, deren Kriterien „niedriges Risiko“ man nicht wirklich versteht, wecken kein Vertrauen bei mir. Etwas absurd: Wenn ich es richtig verstehe, wird die Meldung 14 Tage nach meiner Begegnung verschwinden, d.h. wenn ich jeden Tag hineinschaue, kann ich am Tag des Verschwindens der Meldung dann doch den Begegnungstermin ermitteln?

Informationen zur Corona-Warn-App

Nunja, immerhin habe ich im Rahmen meiner Recherche für diesem Blogbeitrag dieses wunderbare RKI-Dokument gefunden „So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail“: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/WarnApp/Funktion_Detail.pdf?__blob=publicationFile

Corona-Warn-App-PDF

Suchpfad: https://www.rki.de // Häufig gefragt // Corona-Warn-App // So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

In Bild 5 heißt es: „Die Ermittlung des Gesamtrisikos für eine Nutzerin/ einen Nutzer erfolgt in vier Schritten. Die übermittelten Positivkennungen werden mit den auf dem Smartphone gespeicherten Bluetooth-IDs verglichen und daraus ein Risikoscore berechnet. Die Risikoparameter (Transmission risk, Tage seit der Begegnung, Dauer der Begegnung, Dämpfungswert) werden gewichtet einberechnet.“

Alles klar?

Für Leser*innen aus der Region vielleicht noch interessant:

Medienstadt Hamburg

So lautete der Titel eines Bildungsurlaubes in Hamburg in den 90er Jahren – Damals besuchten wir Redaktionen und diskutierten die Arbeitsweise (Spiegel und Springer, Sat1 und Tagesschau, dpa u.a.). Etliche Jahre später… Mittlerweile haben mediale Umsetzungen längst ihren Einzug in die Museumswelt bzw. digitales Entertainment gefunden, und so stand im Herbst-Kurzurlaub in Hamburg „Panik City“ und „Discovery Dock“ auf meinem Programm. Beide nutzen derzeit angesagte Techniken, darunter Augmented Reality/Mixed Reality, Virtual Reality, Videos incl. 360-Grad-Videos, Riesen-Touchscreens, Projektionen & Simulationen und bieten den Besuchern jede Menge Interaktivität. Faszinierend und beeindruckend waren beide Besuche und zeigen für sehr unterschiedliche Thematiken, was derzeit mit digitaler interaktiver Technologie (und sicherlich viel Geld) alles machbar ist.

Panik City

Panik City als sehr lebendige & schräge Ausstellung („Multimedia-Erlebnis“, Tour ca. 90 Minuten) über Udo Lindenberg bietet inhaltlich in 6 speziell gestalteten Räumen Einblicke ins Atlantic-Hotel, Gronau, DDR-Bezüge, Aufnahmestudio, Likörelle-Malerei und Liveauftritt mit politischem Bezug (aufgenommen übrigens in der SAP-Arena in Mannheim…): https://panikcity.de/

Discovery Dock

Discovery Dock bietet eine Hafen-Erlebnis-Tour (ca. 50 Minuten) mit Informationen zu Docks, Waren & Zoll und Natur. Am beeindruckendsten fand auch ich den Multimedia-Tisch (s.a. YouTube-Video: https://youtu.be/9hFnEs_YVPU), der u.a. die realen Schiffsbewegungen im Hafen im Zeitraffer anzeigt: https://discovery-dock.de/

Und hier einige Fotos aus den wenigen Regenpausen:

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Frühling in den Alpen

Kurzurlaubs-Bilder von Pflanzen & Tieren rund um Oberstdorf sowie Bergwelt von Walmendinger Horn (Kleinwalsertal) und Fellhorn:

Diashow Oberstdorf