Lediglich ein kurzer Prompt im Webbrowser für eine fiktive Story – was machen bei einem kleinen Test zwei KI-Tools in der Free-Version daraus? Die Ergebnisse unterscheiden sich stark in Länge, Stil, Stimmung und den eingesetzten gestalterischen Möglichkeiten der Videoproduktion.
Test 1: Canva
Canva ist für Mediendesign sowie Zusammenarbeit durchaus beliebt und bietet auch eine Funktion, per Text-Prompt ein Video zu erstellen. Nach Prompt-Eingabe in der etwas versteckten Video-Option „Magic Media“ (Video -> YouTube-Video -> Magic Media -> Videos) wurde sehr schnell ein Video mit 5 Sekunden Länge erzeugt. Das Ergebnis war durchaus beachtenswert, wenngleich etwas künstlich.
Unter dem Prompt-Eingabe-Fenster befindet sich ja auch folgender Canva-Hinweis: „Dies ist eine neue Technologie. Szenen mit Menschen oder Tieren können etwas seltsam aussehen“.
Nachträglich hinzugefügt via Timeline habe ich dann noch als Text-Element eine Überschrift und als Audio-Element „AI Voice“ mit kurzem Text. Die eingeblendeten Musik-Beispiele wären kostenpflichtig gewesen – erst über die Suche nach Begriffen hätte man auch einige verwendbare Sounds gefunden… Lokaler MP4-Download war möglich; für eine etwaige Freigabe ist gut zu wissen: Die Zugriffsebene „Jeder mit dem Link“ vergibt standardmäßig im Sinne einer Zusammenarbeit gleich Bearbeitungsrechte fürs Design – ggf. also umstellen/reduzieren auf „Darf ansehen“.
Informationen zu Canva-Möglichkeiten und -Preismodellen: https://www.canva.com/de_de/
https://canva.link/d870ykw1l68rqzq (nur ansehen)
Prompt „im frühlingshaften Londoner Park sieht eine Frau einen Waschbär, der auf einen Uhu oben im Baum schaut“
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Test 2: HeyGen
HeyGen ist rein auf Videos spezialisiert „At HeyGen, our mission revolves around empowering individuals through accessible AI video generation“ und verfolgt mit seinem Video Agent den Anspruch „Not a tool. Not a copilot. It’s a creative agent doing the work for you.“ Zentral ist die Möglichkeit, einen (z. B. auch selbst erstellten) Sprecher-Avatar zu wählen mit Voiceover für die einzelnen Szenen – in Kombination mit der Aktivierung des KI-Videogenerierungsmodells „Seedance 2.0“ konnte mein bisheriger eigener Foto-Avatar jedoch nicht genutzt werden.
Nach Eingabe des Prompts machte der AI Agent dann wirklich alles von alleine und listete dabei stets die jeweiligen Schritte (inkl. Thoughts) auf: Beschreibung der Szenen, Medienauswahl, Vertonung, Untertitel etc.
Das Video-Ergebnis wirkte auf mich dabei sehr seriös und realitätsnah mit persönlichem Touch, dauerte in der Generierung jedoch ca. 45 Minuten für die vom AI Agent vorgesehenen ca. 28 Sekunden (tatsächlich 21) – Da war die Mail „Your video is ready“ durchaus nützlich.
Gut zu wissen: Über „Edit a copy in AI Studio“ könnte man nun auch eine gezielte eigene Video-Weiterbearbeitung mit Elementen, Medien, Musik etc. vornehmen, was ich mir hier gespart habe.
Lokaler MP4-Download war möglich; eine etwaige Freigabe ist standardmäßig mit der Berechtigung „Ansehen und Kommentieren“ verbunden.
Informationen zu HeyGen-Möglichkeiten und -Preismodellen s. https://www.heygen.com/
https://app.heygen.com/videos/c138debb239949d2bba62d76dabd75ac
Prompt „Lisa is wearing a blue suit and walks on the streets of London thinking about something. Scene change: Spring – She is now in a park with a lake and sees a raccoon looking up at an eagle owl on a tree. She smiles and the video ends.“



















