Sylt-Impressionen

Jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, die mit der Coolpix S8100 erstellten Urlaubs-Clips mit iLife11 zu bearbeiten.

Hier übers Bild der Link zum YouTube-Video; leider ließe sich das 640×360-Video in meinem schmalen WordPress-Layout nur noch viel kleiner einbinden:

Musik erstellt mit GarageBand auf dem iPad, Dank an Michael!

Ja zum E-Book-Reader

Foto KIndle

Vor einer Woche konnte ich mir das Modell „Kindle Keyboard 3G“ von Amazon ausführlich anschauen. Dies und der begeisterte Bericht eines Freundes haben mich überzeugt, mir jetzt ebenfalls genau diesen E-Book-Reader zu kaufen.
Warum? Ich denke, für Belletristik ist es eine schöne  und v.a. platzsparende Alternative, wenn man viel und schnell liest. Zudem lese ich sowieso meist englischsprachige Bücher, und bei diesen ist das Angebot an E-Books besonders groß.

Der Kindle ist klein und mit ca. 240 Gramm leichter als meine üblichen Taschenbücher. Das Display ist hoffentlich durch E-Ink wirklich augenfreundlicher als ein LCD/TFT, was für mich ein Hauptgrund für den Kauf war. Und das Umblättern ist wirklich absolut akzeptabel – der langsame Bildaufbau beim Umblättern war für mich bei den verschiedenen E-Book-Reader-Modellen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, immer das Knock-Out-Kriterium gewesen (s.a. Buchmesse-Bericht 2009).

Das Gerät war schon vorkonfiguriert auf meinen Amazon-Account und zur Sicherheit lässt sich der Kindle mit einem Passwort schützen. Die Bedienung ist ziemlich einfach. „Hübscher“ wäre das Gerät vielleicht ohne Tastatur, doch für einen direkten Einkauf im Kindle Store oder Suche nach Begriffen in den E-Books halte ich die Tastatur für sehr sinnvoll, ebenso für die angebotene Annotationsfunktion.
Durch den USB-Anschluss ist es auch recht einfach, z.B. txt-Dokumente oder PDFs auf den Kindle zu verschieben. Bei PDFs allerdings macht sich dann der kleine Bildschirm bemerkbar – immerhin reichen im Querformat 4 Seiten, um den Inhalt einer PDF-Seite noch gut lesen zu können. Für die Nutzung von PDFs zum Nachschlagen sollte das allemal reichen.

Natürlich war ich auch neugierig auf die Option, für gekaufte Werke den aktuellen Lese-Stand mit einer iPad-Kindle-App synchronisieren zu können: Tatsächlich gibt es dann auf dem iPad ein Hinweis im Sinne von „Sie befinden sich derzeit an Position 16. Die zuletzt gelesene Position ist 857… [incl. Kindle-Gerätename, Datum und Uhrzeit]… Zu dieser Position gehen?“

Weitere praktische Funktionen beim Kindle: Bookmark-Funktion, Sortieren der Werke in frei anlegbare „Collections“, übersichtliche Anpassungsmöglichkeiten zur Schriftgröße etc. und auch die Vorlesefunktion (englisch) ist gar nicht schlecht. Gut finde ich auch die Möglichkeit zur kostenlosen Recherche in der englischen Wikipedia per 3G. Für unterwegs, wenn man kein W-LAN hat, durchaus mal interessant. Und wer will, kann im Hintergrund beim Lesen mp3-Dateien hören – per Alt+Leertaste aktivierbar/deaktivierbar.

Mein erster Kauf? Eine Jane-Austen-Collection  – 99 Cent für die gesammelten Werke ist wirklich günstig genug, da habe ich nicht lange nach den sicherlich auch vorhandenen einzelnen kostenlosen Werken gesucht. Geplant für demnächst: Kauf von englischsprachigen aktuellen Romanen.

Foto Buch, Kindle, iPad

Größenvergleich

Gedanken zu iPad & Flash

Schade, schade, schade, dass auch das iPad2 kein Flash können soll. Da hatte ich ja immer noch gehofft, dass Apple mal ein Einsehen hat. Doch es gilt wohl tatsächlich der ironische Spruch „People will adapt„, und (erschreckenderweise) treffe ich in meinem Umfeld viele Gläubige, die tatsächlich der Meinung sind, Flash im Internet sei völlig überflüssig. Was machen diese Leute wohl so im Internet auf dem iPad? Eine eigene App für alles und jedes? (Wo doch ein Webbrowser für das komfortabel große Display des iPad reichen sollte…) Oder sind sie wirklich nur auf Youtube unterwegs? Oder sind sie nie auf den Webseiten, wo ich bin? Leere Seiten oder Hinweise auf Teile, die Flash erfordern, sind nicht meine Vorstellung der Nutzung eines Webbrowsers – das ist für mich ein eklatanter Rückschritt.
Was auf iPhone/iPodTouch vielleicht noch Sinn machte, schon aufgrund der kleinen Displaygröße, kann man doch nicht so einfach auf ein Gerät mit 9,7 Zoll übertragen.

Und Flash heißt ja auch nicht nur „Video“, Flash kann viel mehr und ist im interaktiven Bereich stark vertreten, was ich dann nicht einfach mittels eines Videoformats abbilden kann. Natürlich wird es immer wieder neue Formate geben und Formate, die auslaufen – aber dass letztendlich das iPad zu so einem Wandel zu führen scheint, finde ich schon bedenklich.
Auch mit Java hatte ich gerade ein Problem auf dem iPad – aber wozu auch ein Saalplan auf einer Webseite – sicher hat der Konzertkarten-Anbieter eine App, die ich stattdessen nutzen könnte…

Davon abgesehen, mag ich mein iPad sehr gerne – gerade die App „Pulse News“ eröffnet eine schöne grafische Variante eines RSS-Readers oder die  App „Brushes“ ist schon ziemlich genial, z.B. weil man per „Play“ automatisch die Enstehung eines Bildes im Zeitraffer nachverfolgen kann. Die Tagesschau-App gehört ebenfalls zu meinen Favoriten auf dem iPad und bleibt hoffentlich noch erhalten trotz Kritik aus Verleger- und Privatsender-Kreisen.

Leider hat das iPad m.E. nach ziemlich dazu beigetragen, dass Angebote im Internet kostenpflichtig werden. Ich hatte mich bei Kauf sehr drauf gefreut, Zeitungen und dgl. statt auf IPodTouch nun auf 9,7 Zoll lesen zu können. Daher war meine Überraschung Ende letzten Jahres ziemlich groß, als ich feststellen musste, dass iPad-Apps generell deutlich teurer sind als iPhone-Apps und gerade die Zeitungsangebote kostenpflichtig sind. Eine interessante kostenlose App im AppStore zu finden und dann erst später zu sehen, dass sie mir gar nichts nützt, weil dahinter kostenpflichtige Inhalte stehen, ist leider eher die Regel als die Ausnahme.
Am meisten bedauere ich, dass meine geliebte „New YorkTimes-App“ nun seit einer Weile wirklich kostenpflichtig ist – gerade die Section „Technology“ vermisse ich sehr, aber immerhin bleiben noch die „TopNews“- und „Most-E-Mailed“-Artikel übrig.

Diesen Blogbeitrag habe ich übrigens auf einem Windows-Rechner geschrieben, denn meine Apple-Rechner bzw. -Geräte sind ja ständig mit ihren Updates beschäftigt, d.h. Mac OS X oder iOS, iTunes, den ganzen App-Updates… 😉

Besuch im i-Kosmos

Gestern war ich in Frankfurt im „Museum für Angewandte Kunst Frankfurt„, um mir die Ausstellung „Der i-Kosmos. Macht, Mythos und Magie einer Marke“ anzuschauen.
Mac-Generationen
Wirklich schön gemacht und insbesondere die Entwicklungsstufen der verschiedenen Geräte wurden an den Ausstellungsstücken durch die Angabe der jeweiligen Jahreszahl sehr deutlich.

Apple und BananeZahlreiche Accessoires, Beispiele von Produktwerbungen oder auch ironischen Plakate (zum Thema Antenne und Halten des iPhone4: „Don’t worry we’re Apple. people will adapt.“) stellten die ganze Bandbreite des Mythos der Marke Apple dar.

Die Begleittexte waren informativ und gleich am Eingang der Ausstellung zeigten verschiedene Videos (dabei war natürlich auch der Ridley-Scott-Macintosh-Werbespot von 1984) wesentliche Aspekte. Bei den Videos wurde ich auch aufmerksam auf die App „Brushes“ am Beispiel von David Kassans „Finger Painting on the Apple iPad from the live model“ – ziemlich beeindruckend.

In das Frankfurter „Museum für Angewandte Kunst“ passte das Ganze sehr gut, und schließlich ist Apple ja auch im Essener „red dot design museum“ mit zahlreichen Produkten präsent.
Frankfurt
Anschließend durfte beim Stadtbummel natürlich der Besuch im Frankfurter Apple Store nicht fehlen: Wer noch kein iPad hat – derzeit bekommt man das orginale und erste iPad zu deutlich reduzierten Preisen!

Glosse: Wir können alles – außer Bäume

Wer kennt es nicht, dieses Phänomen, wenn der Nachbar einen Gartenzwerg hinstellt und der nächste Nachbar kontert? Ebenso zu beobachten beim weihnachtlichen Aufrüsten, das in manchen Stadtteilen Deutschlands Stenkelfeld alle Ehre machen würde. Leider hat Mannheim da jetzt eine neue Ausprägung für sich entdeckt: „Wir fällen möglichst viele Bäume“.

Ganz langsam fing es an im Stadtteil Lindenhof, bis sich das jetzt entwickelt hat zu einem typischen Schema: 1. Wohnung/Haus kaufen, 2. Bäume fällen und stolz drauf sein, 3. einziehen. Nachdem es heute den letzten großen Baum in der Straße getroffen hat, muss ich meinem Ärger Luft  machen.
Der begann bereits vor einigen Tagen: Am Sonntag im Rheinpark, frisch zurück aus dem Mittelmeerurlaub, staunte ich nicht schlecht, als zahlreiche Bäume umgefällt am Rheinufer-Weg lagen. Mir hat es definitiv den Spaziergang vermiest und mein Ärger war groß, ebenso wie bei vielen anderen Spaziergängern. Da fragt man sich nach dem Grund und kann nur ironisch spekulieren. Vielleicht hat die Stadt Mannheim neue Leute angeheuert, die eigentlich nach Kanada zum Holzfällen auswandern wollten? Oder man glaubte, die Bäume seien krank, wusste nur nicht welche und hat dann lieber gleich alles umgelegt in der Hoffnung, die richtigen seien dabei? Oder handelt es sich tatsächlich nur um einen Wunsch der anliegenden Hausbesitzer – ahhh, für Rheinblick sorgen, dann die Miete erhöhen!

Falls die fachliche Meinung der Stadt Mannheim ist: „Alle Bäume waren krank“, macht mir das Sorge – nicht, dass ich Mannheim für einen gesunden Wohnort halte – spätestens als mir bei meinem Berufseinstieg in Mannheim klar wurde, dass außer mir nur eine Kollegin der Abteilung in Mannheim wohnte, wusste ich Bescheid. Schließlich kann man in Mannheim ja auch die Windrichtung riechen: In Lindenhof hat man die Auswahl zwischen den Chemiefabriken von BASF und Giulini, die eindeutig am Geruch identifizierbar sind. Nun ja, was ist so schlimm daran, schließlich hat man zwischendrin auch mal wochenlang gute Luft – eben je nach Windrichtung. Und außerdem sagen Insider, der Geruch der Schokoladenfabrik in der nördlichen Innenstadt sei auf Dauer unangenehmer zu riechen…

Zurück zu den Bäumen: Schon hört man sie wieder, die Sägegeräusche (am Mittwoch abend um 18.30h), aber es gibt ja auch noch viel zu tun. Vielleicht sollte man aus historischen Zwecken in Mannheim schnell noch ein “Google Treeview” erstellen, ehe es zu spät ist und die dazu erforderliche Arbeit auch im sogenannten Waldpark die Sache eines Nachmittags geworden ist.

Gerade fällt mir noch ein weiterer potentieller Grund furs Absägen ein: die Krähenschwärme mit morgendlichen Vogelgeräuschen, die für manche Anwohner vielleicht vor dem Aufstehen kommen (und diese Unverschämtheit in einem der teuersten Viertel). Das ist eine einfache Rechnung: Wenn keine großen Bäume mehr da sind, dann werden die Krähen vielleicht auch wegbleiben und lieber Asyl suchen im gegenüberliegenden Parkgebiet von Ludwigshafen – ja, richtig gelesen, Ludwigshafen hat einen Park und lässt dort die Bäume stehen! (Ist ja auch Rheinland-Pfalz…)
Seit Stuttgart21 und der Sache mit dem alten Baumbestand ist es vielleicht auch für andere Orte im Ländle attraktiver, schnell zu handeln und zu hoffen, man komme damit durch – ja, da haben wir ihn wieder, den Gartenzwergeffekt.

Nochmal zum Mittelmeerurlaub: Im Urlaubsort dachte man über Bäume anders. Dort sah man Bäume, um die die Bürgersteige oder Mauern drumherum gebaut worden waren bzw. auch krumme Bäume, die dann sorgsam gestützt wurden! Tja, in dem Klima ist man halt dankbar für Schatten im Sommer und Bäume (egal wie häßlich) sind ein wertvolles Gut! Also: Warten wir auf die Klimaerwärmung und umhegen und pflegen wir (erst) dann die paar letzten Bäume.

Leider haben wir keinen Beuys mehr, der hier noch etwas retten könnte (Kassel hat durch die Kunst 7000 Eichen bekommen – aber Kassel liegt ja auch in Hessen).

P.S. Natürlich gibt es in Mannheim noch Bäume, aber die derzeitige Vorgehensweise liegt sehr am Rande der Skala…

Ein Ort am Mittelmeer