Twitter-Literatur

Folgendes Buch kann ich absolut empfehlen:
Das Twitter-Buch / Tim O’Reilly und Sarah Milstein, 1. Aufl. 2009 (17,90 Euro)

Gestern in Stuttgart in einer Buchhandlung gesehen, schon gelesen und ich werde sicher immer wieder reinschauen.

Das Buch geht das Thema systematisch an, ist spannend zu lesen, enthält anschauliche Beispiele von Twitter-Nachrichten. Allein schon die vielen Hinweise auf interessante URLs und Dienste rund um Twitter sind das Lesen wert.

Was nicht im Buch steht, aber sich letztendlich aus den genannten Twitter-Diensten ergibt: Wie durchsichtig man als Twitter-User wird, wenn über URLs wie z.B. http://tweetstats.com differenziert von jedem abgerufen werden kann, wann (Wochentag+Uhrzeit), wie oft mit welchen Kontakten und über welches Interface getwittert wurde…
Die Twitter-Suche nach Orten via http://twitter.grader.com finde ich auch sehr aufschlussreich – für die Accounts kann man sich dann auch gleich differenziert anzeigen lassen, wie sich die Followers- und Following-Statistik entwickelt hat (!)

eDay 2009

Gestern war an der UDE wieder eDay – Anlass für einen Tagesausflug zum Duisburg Learning Lab. Dieses Jahr kam ich nicht mehr als Studentin Educational Media, sondern als Absolventin und konnte den Tag ganz entspannt genießen: Alte Kontakte auffrischen und neue Kontakte knüpfen sowie natürlich viele interessante Fachvorträge hören und mir anschauen, was es derzeit an Medienprojekten gibt.

Leider musste ich im direkten Anschluss an die Vorträge zum Zug, so dass ich am Grillfest nicht mehr teilnehmen konnte – vielleicht ist dazu im nächsten Jahr dann Gelegenheit.

Workshop „Mehrwert von E-Learning“

Letzten Donnerstag und Freitag fand an der Uni Heidelberg unser lange geplanter E-Learning Workshop statt. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden: die Vorträge und praktischen Teile unserer externen Referentinnen und Referenten fanden großen Anklang bei den Teilnehmern und es haben sich durch die Arbeitsgruppen und Pausengespräche interessante Kontakte ergeben. Die Vernetzung der E-Learning-Aktiven und -Interessierten ist überhaupt eines unser großen Anliegen. Für mich war der Workshop auch dahingehend wichtig, als dass durch meine Stelle nun erstmals Dienstleistungen vom E-Learning-Center angeboten werden können, die es vorher aus personellen Gründen nicht geben konnte. Ein wesentlicher Bestandteil wird die „Mediendidaktische Sprechstunde“ sein, in der ich ab 1. August täglich Beratung rund um den Einsatz von E-Learning in der Lehre (bei uns vor allem Moodle) anbieten werde.

Second Life – Eindrücke

Etwa 2 Jahre ist mein erster Besuch in Second Life her – Zeit, mal wieder darüber zu schreiben. Insbesondere weil sich meine Meinung ziemlich geändert hat, nicht zuletzt des VoiceChats wegen, den es damals noch nicht gab.

Ausgangspunkt war sicherlich das Seminar „Lernen in virtuellen Welten“, an dem ich im WS 08/09 teilgenommen habe. Dort ging es darum, gemeinsam (Studiengänge Diplom-Erziehungswissenschaft und Educational Media) Potenziale von Second Life für Bildungsprozesse zu erkunden. Das Ganze fand in Second Life statt und die hin und wieder auftretenden Technikprobleme haben uns nicht abgeschreckt. Das Seminar bei Tanja hat viel Spaß gemacht und viele neue Eindrücke von interessanten Orten vermittelt sowie die persönliche Landmark-Liste erweitert.

Wie es immer so ist – zeitlich habe ich es nach Abschluss des Seminars nicht mehr nach SL geschafft – bis gestern. Da gab es im SL der Uni Potsdam die virtuelle Konferenz „Lehre und Geschäftsmodelle in virtuellen Welten„.

Teil I zum Thema „Einsatzmöglichkeiten Virtueller Welten in der Aus- und Weiterbildung“ habe ich mit meinem Avatar erlebt – nach den knapp 3 Stunden hatte ich allerdings keine Energie mehr für Teil II. Sehr viele der Inhalte kamen mir noch aus dem Seminar bekannt vor (nicht nur, weil es gestern ja auch einen Vortrag über die SL-Tätigkeiten der Uni Duisburg-Essen gab), aber es war schön, dieses Wissen mal wieder aufzufrischen. Ein Komplett-Absturz von SL auf meinem Rechner gab es auch – aber wozu hat man eben Landmarks oder die Möglichkeit, am letzten Ort wieder aufzutauchen. So ist mir von dem Teleport-Ausflug aus dem Potsdamer Hörsaal heraus zu den von Goslar gezeigten Unterrichts-Möglichkeiten auch nicht allzu viel entgangen.

Langzeitarchivierung 2.0

Genauer gesagt: „Nestor-Handbuch : eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung / hg. von Heike Neuroth … (Hrsg.)“

Die Version 2.0 ist im im Juni 2009 erschienen und ist kostenlos downloadbar. Sehr praktisch aufgrund des Umfangs des Gesamtwerkes ist die extra angebotene Gliederung und der darüber mögliche Download einzelner Kapitel.

Im Zusammenhang mit der Vorgehensweise für ausgewählte Objekttypen (s. Kapitel 17 : Audio, Video, Computerspiele, E-Mails etc.) gibt es das Unter-Kapitel 17.7 zu „Langzeitarchivierung und -bereitstellung im E-Learning-Kontext„, das sich mit dem Einsatz von E-Learning in der Lehre befasst.

Die Problematik ist komplex und Lösungen sehe ich hier noch nicht. Wichtig finde ich, dass dem Bereich E-Learning in dem Handbuch ein Bereich gewidmet ist und dass viele kritische Aspekte angesprochen werden: z.B. Archivierungskritierien, heterogener E-Learning-Content, Datenschutz, enge Bindung von E-Learning-Kursen an das jeweilige Kurssystem (LMS, Wiki o.ä. – SCORM-Export einzelner Teile auch keine Lösung) oder der bei Dozenten beliebte Einsatz von proprietären Dateiformaten wie Word oder Powerpoint.