{"id":70,"date":"2008-02-23T16:37:20","date_gmt":"2008-02-23T14:37:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=70"},"modified":"2008-02-23T16:37:20","modified_gmt":"2008-02-23T14:37:20","slug":"didacta08-forum-weiterbildung-teil2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=70","title":{"rendered":"didacta08 &#8211; Forum Weiterbildung (Teil2)"},"content":{"rendered":"<p>Der Nachmittagsblock  startete mit dem Vortrag von Prof. Euler vom Inst. f\u00fcr Wirtschaftsp\u00e4dagogik der Universit\u00e4t St. Gallen: &#8222;<strong>F\u00fchrungskr\u00e4fte als Personalentwickler &#8211; der Weg zum Generaldilettanten?<\/strong>&#8222;. Das Thema stie\u00df bei den zahlreich erschienenen Zuh\u00f6rern auf gro\u00dfes Interesse.<br \/>\nProf. Euler f\u00fchrte Gr\u00fcnde auf, warum F\u00fchrungskr\u00e4fte Personalentwicklung betreiben sollten, wo F\u00fchrungskr\u00e4fte als Personalentwickler stehen, welche Optionen sie haben und nannte auch &#8222;Succesful Practice Cases&#8220;.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Grund ist die Aussch\u00f6pfung von Potentialen, denn aufgrund des demographischen Wandels werden gute Mitarbeiter k\u00fcnftig schwerer zu bekommen und zu halten sein und &#8222;Bore-Out&#8220; sollte unbedingt verhindert werden. Ein weiterer wesentlicher Grund sind ver\u00e4nderte Anforderungen an eine &#8222;Lernende Organisation&#8220;, n\u00e4mlich die hohe Innovationsgeschwindigkeit und schnelle Wissensveraltung sowie neue Steuerungslogiken in Organisationen (&#8222;die Mitarbeiter h\u00e4ngen nicht mehr an den Marionettenf\u00e4den ihrer Vorgesetzten&#8220;). Nicht zuletzt hat implizites Lernen (wie verh\u00e4lt sich der Vorgesetzte zum Lernen?) hohen Einfluss auf die Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Kurz vorgestellt wurden die <a target=\"_blank\" title=\"Trendstudie 2008 SCIL\" href=\"http:\/\/www.scil.ch\/fileadmin\/Container\/Leistungen\/Veroeffentlichungen\/r16-trendstudie-ms.pdf\">Trendstudie 2008<\/a> und die Benchmarkstudie 2007 des SCIL (Swiss Centre for Innovations in Learning).<\/p>\n<p>Ansatzpunkte zur Lernf\u00f6rderung der Mitarbeiter sind das Sichern der strukturellen Rahmenbedingungen f\u00fcr das Lernen, das Begleiten formeller Bildungsma\u00dfnahmen und die Gestaltung interaktionaler F\u00fchrung.<br \/>\nAls gute Rahmenbedingungen wurden definiert: lernf\u00f6rderliche Organisationsstrukturen mit flachen Hierarchien, lernf\u00f6rderliche Anreizsysteme, proaktive Informationsweitergabe Top-Down, Wissensaustausch sowie lernorientiertes Change Management.<br \/>\nInteraktionale F\u00fchrung erfordert als Voraussetzung die notwendigen Einstellungen: ein Mitarbeiterbild und Interaktionsverst\u00e4ndnis, das gepr\u00e4gt ist von Offenheit, Vertrauen und Wertsch\u00e4tzung sowie einen konsultativen, delegativen F\u00fchrungsstil. Personalentwickler sollten sich nicht als &#8222;Personalverwalter&#8220; verstehen, sondern als Personalgestalter. Unternehmen unterscheiden sich laut Prof. Euler nicht mehr so sehr im monet\u00e4ren Bereich, sondern in der gelebten Kultur &#8211; f\u00fcr Mitarbeiter werde zunehmend die erfahrene Wertsch\u00e4tzung und das Wohlf\u00fchlen wichtig.<\/p>\n<p>Als &#8222;Succesful Practice Cases&#8220; wurden IBM Schweiz, e-on und DATEV genannt (s.a. Benchmarkstudie II, 2007). Dort gebe es bzgl. Lernf\u00f6rderung ein hohes Commitment des Top-Managements, Bildungsmanager\/Personalentwickler verst\u00fcnden sich als proaktive Berater nahe an den Gesch\u00e4ftsprozessen, die Rolle der FK habe sich ver\u00e4ndert, das Methodenset sei an arbeitsplatzverbundenes Lernen angepasst und es g\u00e4be Anreizsysteme.<\/p>\n<p>Gleich anschlie\u00dfend folgte ein thematisch verwandter Beitrag von Prof. Knoblauch, tempus GmbH: &#8222;<strong>Motivierte und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter sind kein Zufall &#8211; Praxiserprobte Schritte vom Mitarbeiter zum Mitunternehmer<\/strong>&#8222;. Auch hier wurde betont, dass es einen Wechsel auf dem Arbeitsmarkt g\u00e4be vom &#8222;War of talents&#8220; zum &#8222;War for talents&#8220; und daher Mitarbeitermotivation\/Emotionale Bindung an ein Unternehmen eine gro\u00dfe Rolle spiele. Prof. Knoblauch stellte auf anschauliche Weise Konzepte zu einer neuen Unternehmenskultur vor: u.a. zur Art der Integration neuer Mitarbeiter, zu Mitarbeiterbeurteilungen und Feedback, zu Vorschlagswesen und zu Zielvereinbarungen (nicht als Vorgaben, sondern als wirkliche Vereinbarungen).<\/p>\n<p>Fazit: Der Weg dorthin ist lang und erfordert Ausdauer, aber lohnt sich auch wirtschaftlich f\u00fcr ein Unternehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nachmittagsblock startete mit dem Vortrag von Prof. Euler vom Inst. f\u00fcr Wirtschaftsp\u00e4dagogik der Universit\u00e4t St. Gallen: &#8222;F\u00fchrungskr\u00e4fte als Personalentwickler &#8211; der Weg zum Generaldilettanten?&#8222;. Das Thema stie\u00df bei den zahlreich erschienenen Zuh\u00f6rern auf gro\u00dfes Interesse. 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