{"id":2215,"date":"2020-03-21T11:01:24","date_gmt":"2020-03-21T10:01:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=2215"},"modified":"2020-03-21T11:01:24","modified_gmt":"2020-03-21T10:01:24","slug":"erste-tage-im-home-office","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=2215","title":{"rendered":"Erste Tage im Home-Office"},"content":{"rendered":"<p>Seit Mittwoch, den 18.3.2020 bin ich nun im Home-Office, wof\u00fcr ich sehr dankbar bin. Die letzten Wochen mit der t\u00e4glichen S-Bahn-Fahrt zur Arbeit waren doch recht unangenehm &#8211; \u00fcberall hustete und schniefte es und ich habe mich h\u00e4ufig gefragt, ob die Leute wirklich nur Erk\u00e4ltung, Allergie, Raucherhusten o.\u00e4. hatten&#8230; Das dienstliche Telefon ist auf AB umgestellt mit Hinweis auf meine E-Learning-Center-Webseite und Mail-Kontakt, was die Anfragen gut kanalisiert. Die bisherigen 3 Arbeitstage im Home-Office waren lang und sehr anstrengend, da die Arbeitslast f\u00fcr alle E-Learning-Experten weltweit eine neue Dimension erreicht hat.<\/p>\n<p>Arbeiten zu Hause am PC ist f\u00fcr mich nichts Neues, oft habe ich ja schon an Wochenenden auch etwas f\u00fcr die Arbeit erledigt. Nun bin ich als E-Learning-Zust\u00e4ndige der Universit\u00e4t aber nat\u00fcrlich in einer ganz anderen Situation und sehr gefragt: Das bedeutete viele Informationen, st\u00e4ndige Aktualisierungen der Lage und dank unseres Rechenzentrums auch viele neue Online-Kommunikationstools zum Ausprobieren. Viele gro\u00dfe Firmen machen derzeit ja Angebote f\u00fcr kostenlose Nutzung\/Trials und dies beh\u00e4lt das Rechenzentrum im Auge. In den letzten Tagen wurde man im Internet von Einzelpersonen, Institutionen oder auch Portalen \u00fcbersch\u00fcttet mit Linksammlungen zum digitalen Lernen. Da ist es schier unm\u00f6glich, \u00fcberall einen Blick drauf zu werfen. Ehrlich gesagt, halte ich es auch nicht f\u00fcr zielf\u00fchrend, dass Lehrende jetzt anfangen, fremde Tool-Sammlungen zu sichten oder f\u00fcr sich nutzen zu wollen &#8211; das kostet Zeit und ist in einem offiziellen Rahmen wie einer Universit\u00e4t Datenschutzrechtlich bedenklich. Wie gesagt, daher bin ich unserem Rechenzentrum sehr dankbar f\u00fcr die stets aktualisierte Tool-Liste.<\/p>\n<p>Die offenbar sehr gut besuchte Live-Webinar-Veranstaltung am Mittwoch nachmittag bei e-teaching.org (&gt;600 TN) habe ich abends als Aufzeichnung dazwischengeschoben, denn tags\u00fcber ist momentan f\u00fcr so etwas keine Zeit. Viele Diskussionen in der E-Learning-Community drehten sich in dieser Woche um das, was in der aktuellen Situation gefragt ist &#8211; F\u00fcr mich habe ich da mitgenommen: Es muss viel improvisiert werden, einfache Settings sind zu empfehlen, aufgrund der Netzauslastung und daher mangelnder Erreichbarkeit von Live-Systemen ist asynchrone Kommunikation\/Kooperation aus jetziger Sicht Mittel der Wahl. Der Gedanke ist zwar naheliegend, Vorlesungen jetzt einfach als Live-Stream anzubieten oder LV als Webinar zu gestalten, aber wenn es dann technisch wegen \u00dcberlastung nicht funktioniert, ist der Frust gro\u00df und man hat nichts gewonnen. Synchrone Veranstaltungen erzeugen in der jetzigen Situation bei allen Beteiligten Druck, daher w\u00e4re das m.E. auch nicht unbedingt etwas f\u00fcr Unge\u00fcbte.<\/p>\n<p>Positiv erlebt habe ich diese Woche die Kommunikation mit Lehrenden, die ausschlie\u00dflich nett und wertsch\u00e4tzend war; da sieht man, dass das Netzwerk funktioniert. Gestern morgen bekam ich eine aufmunternde Mail einer Dozentin aus Japan (dortige Insel noch ohne Virus), die uns dieses Semester unterst\u00fctzt, indem sie f\u00fcr ihre Heidelberger Lehrveranstaltung mehr selbst \u00fcbernimmt. Auch die URZ-Kollegen sind super und die Zusammenarbeit mit meinem B\u00fcro-Kollegen ist auch aus dem Home-Office hervorragend und wir k\u00f6nnen uns insbesondere zu Moodle perfekt online austauschen. Sehr hilfreich ist dabei der neue Instant Messenger der Uni, der niederschwellig auch eine Sprachkommunikation rein \u00fcber Webbrowser zwischen 2 Personen erlaubt. Noch ist dieses Tool neu und nicht allen bekannt &#8211; wenn mich alle Lehrenden mit ihren Anfragen irgendwann dar\u00fcber kontaktieren w\u00fcrden, wird es allerdings eng&#8230; Auf jeden Fall wichtig ist es, f\u00fcr sich zu kl\u00e4ren\/sortieren, mit wem \u00fcber welche Kommunikationsart in Kontakt geblieben wird: Wann ist eine Mail besser, wann Instant Messenger, wann ein Telefonat (und \u00fcber welche Nummern, denn wir haben ja Home-Office) und wie schnell sind die Reaktionszeiten &#8211; Bei manchen Anfragen muss man die Euphorie zum Online-Lernen auch etwas bremsen, da noch Regelungen ausstehen, die erst in einigen Tagen klarer sind.<\/p>\n<p>Hier noch ein paar Tipps f\u00fcrs Home-Office: Sehr fr\u00fch habe ich schon allen geraten, sich eine Webcam und ein Headset zu organisieren. Hinzu kommt nat\u00fcrlich eine vern\u00fcnftige Internet-Verbindung und ein halbwegs aktueller PC. Mein erster Engpass bestand darin, dass mein Laptop nicht genug USB-Schnittstellen hatte f\u00fcr all die peripheren Ger\u00e4te und ein \u00e4lterer USB-Hub daher \u00fcberbr\u00fccken muss bis meine amazon-Lieferung kommt. Zwei Bildschirme sind auch hilfreich, denn es gilt, viele Programme parallel im Blick zu behalten. Eine wichtige \u00dcberlegung ist zudem, welche Programme\/Informationen man zeitgleich offen haben muss, um schnell handlungsf\u00e4hig zu sein bei Anfragen und nicht st\u00e4ndig suchen zu m\u00fcssen. Als hilfreich empfinde ich unsere offizielle HeiBox, sprich den universit\u00e4ren Cloud-Speicherdienst. Und die ganze Ger\u00e4te-Verkabelung lasse ich jetzt einfach dauerhaft im Arbeitszimmer.<\/p>\n<p>Neben Bearbeiten von Anfragen war diese Woche auch das Entwickeln von weiteren Informationsmaterialien Thema bei mir und v.a. das Selbst-Auf-dem-Laufenden-Halten, einerseits die eigene Uni betreffend und andererseits Bundesland, Deutschland und international. Wertvoll war f\u00fcr mich am Donnerstag unser regul\u00e4res Online-Arbeitstreffen der AdobeConnect-DACH-Nutzergruppe Forschung &amp; Lehre, das nat\u00fcrlich diesmal aufgrund aktueller Entwicklungen einen ganz anderen Fokus bekam und zum Expertise-Austausch verschiedenster Hochschulen wurde. Insofern: Allein oder isoliert gef\u00fchlt habe ich mich diese Woche bestimmt nicht, denn es ist (wenn die Technik funktioniert) online sehr viel machbar &#8211; das ist in der aktuellen Corona-Krise ein Riesen-Vorteil. Und es ist ja nicht so, dass Online-Lernen etwas v\u00f6llig Neues w\u00e4re. Schon 2009 habe ich meinen Online-Masterstudiengang Educational Media der Universit\u00e4t Duisburg-Essen abgeschlossen &#8211; dieser setzte schwerpunktm\u00e4\u00dfig auf asynchrones Lernen, und in Pr\u00e4senz getroffen haben wir uns nur am jeweiligen Semesterende zu den Pr\u00fcfungen. Dennoch waren die sozialen Bindungen eng.<\/p>\n<p>Dies als Momentaufnahme pers\u00f6nlicher Eindr\u00fccke &#8211; abzuwarten bleibt, wie sich alles weiter entwickelt. Bleiben Sie gesund und online.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Mittwoch, den 18.3.2020 bin ich nun im Home-Office, wof\u00fcr ich sehr dankbar bin. 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