{"id":2134,"date":"2018-09-30T17:20:19","date_gmt":"2018-09-30T15:20:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=2134"},"modified":"2018-09-30T17:20:19","modified_gmt":"2018-09-30T15:20:19","slug":"erst-cardboard-und-samsung-gear-vr-nun-oculus-go","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=2134","title":{"rendered":"Erst Cardboard und Samsung Gear VR, nun Oculus Go"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/oculusgo2-kl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2133\" src=\"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/oculusgo2-kl.jpg\" alt=\"3 VR-Brillen\" width=\"600\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/oculusgo2-kl.jpg 600w, https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/oculusgo2-kl-300x146.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine logische Erweiterung meiner VR-Tests mit Smartphone (also relativ bezahlbare niederschwellige VR) ist die im Juni 2018 in Deutschland auf den Markt gekommene Oculus Go. Dieses VR-Headset ben\u00f6tigt kein Smartphone (hat einen vergleichbaren Chip integriert, braucht also auch keinen PC) und greift auf die Apps des Oculus Stores zu (<a href=\"https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/go\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/go\/<\/a> &#8211; weitgehend analog der Samsung Gear VR). Wie bei Smartphone-VR gibt es &#8222;nur&#8220; 3DoF, also kein Positional Tracking. Im Lieferumfang enthalten ist ein Hand-Controller, der zum Steuern der Menus und Anwendungen benutzt\/ben\u00f6tigt wird. F\u00fcr das Einrichten der Oculus Go ist allerdings wiederum eine Smartphone-App und ein Facebook-Account oder Oculus-Account n\u00f6tig. Der Betrieb der Oculus Go erfolgt dann entweder mit W-LAN (keine &#8222;Captive Portals&#8220; m\u00f6glich, bei denen man sich anmelden m\u00fcsste) oder &#8211; nach Download von Inhalten &#8211; teils auch offline.<\/p>\n<p><strong>Test einiger kostenloser Oculus Go Apps<\/strong><br \/>\nDas App-Angebot im Rahmen des Einrichtens enthielt &#8222;<em><strong>Dead and Buried<\/strong><\/em>&#8220; , was ich schon von der Samsung Gear VR her kannte, mich dennoch wieder \u00fcberrascht hat bzgl. des hohen Grades an Immersion (vielleicht auch weil der Oculus Go Hand-Controller so gut funktioniert). Ebenfalls sehr immersiv ist die &#8222;<em><strong>Epic Roller Coaster<\/strong><\/em>&#8220; App, bei der ich allerdings zum allerersten Mal im Rahmen meiner VR-Tests so etwas wie Motion Sickness versp\u00fcrte &#8211; insofern war hier der Spa\u00dffaktor gering. &#8222;<em><strong>Guided Meditation VR<\/strong><\/em>&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/929143807179080\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/929143807179080\/<\/a>) w\u00e4re eine sch\u00f6ne Idee, konnte mich aber aufgrund der Optik noch nicht \u00fcberzeugen, da schaue ich mir lieber die reale Welt an &#8211; vielleicht w\u00e4re sie aber f\u00fcr den Winter geeignet&#8230;?<\/p>\n<p>Aufgrund der immer noch zu geringen Aufl\u00f6sung der Brillen wirken Real World 360-Grad-Filme und 360-Grad-Bilder auch bei der Oculus Go gerastert (Fliegengittereffekt) bzw. Videos ohne Download noch dazu oft ruckelig \/ verschwommen. Bei &#8222;<em><strong>Invasion<\/strong><\/em>&#8220; , dem extra f\u00fcr VR erstellten Animationsfilm, ist das eher kein Thema &#8211; dieser gef\u00e4llt mir auch auf der Oculus Go sehr gut (Download \u00fcber Within App). Interessante Anwendungen innerhalb der <em><strong>Within<\/strong><\/em>-Player-App waren f\u00fcr mich &#8222;<em><strong>The People&#8217;s House &#8211; inside the White House with Barack and Michelle Obama<\/strong><\/em>&#8220; (l\u00e4uft 22 min) und das k\u00fcnstlerisch gestaltete &#8222;Within Original&#8220; Musikvideo &#8222;<em><strong>Hallelujah<\/strong><\/em>&#8220; (remastered from 6DoF to Mobile VR &#8211; daher leider ohne r\u00e4umliche Bewegung, die durch die Lichtfeldkamera sonst m\u00f6glich w\u00e4re). Die App &#8222;<em><strong>International Space Station Tour<\/strong><\/em>&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/1055629531142378\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/1055629531142378\/<\/a>) bietet gro\u00dfen Detailreichtum und ist f\u00fcr am Thema Interessierte sicherlich eine Bereicherung.<br \/>\nMedizin-Apps gibt es offensichtlich schon jede Menge, ein kostenloses Beispiel ist der Ausschnitt &#8222;Skeletal system&#8220; aus der &#8222;<em><strong>Human Anatomy VR<\/strong><\/em>&#8220; (<a href=\"https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/1658650407494367\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/1658650407494367\/<\/a>). Dort kann man mittels verschiedener Funktionen sein Wissen testen bzgl. der Benennung von Knochen des menschlichen K\u00f6rpers. Von der 360-Grad-Umgebung macht diese App anderen Gebrauch als die App &#8222;<em><strong>Body VR<\/strong><\/em>&#8220; (= Travel through the bloodstream)(<a href=\"https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/869485659814410\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/app\/869485659814410\/<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Eigene 360 Grad Bilder<\/strong><br \/>\nBei Google Cardboard und Samsung Gear VR nutzt man ja das Smartphone und hat somit direkten Zugriff auf die dortigen 360-Grad-Bilder, bei der Oculus Go braucht man das mitgelieferte USB-Kabel: Per Anschluss an einen Windows-PC lie\u00dfen sich (kurz Oculus aufsetzen und Datenzugriff erlauben) meine mit der Kamera &#8222;Samsung Gear 360&#8220; erstellten 360-Grad-Bilder im Windows Explorer auf die Oculus Go (Ordner Pictures) kopieren. Die meisten wurden sofort als 360 Grad erkannt und gekennzeichnet, einige &#8222;leisteten aber etwas Widerstand&#8220; und ich musste das Format selbst setzen.<br \/>\nInnerhalb der Anwendungen der Oculus Go erstellte Screenshots kann man \u00fcbrigens bei Datenzugriff aus dem Verzeichnis oculus\/Screenshots auf seinen PC kopieren.<\/p>\n<p><strong>Neuer Webbrowser in VR<\/strong><br \/>\nGetestet habe ich auch &#8222;<em><strong>Firefox Reality<\/strong><\/em>&#8220; , die gerade erst erschienene\u00a0 Version 1.0 von Mozillas Browser f\u00fcr VR-Headsets: Mit Hand-Controller war das Eingeben von URLs kein Problem, die Spracheingabe war etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig: heise.de musste ich buchstabieren, die Tagesschau hingegen wurde sofort erkannt. Erstaunlich gut ist die Optik, denn normalerweise vertragen sich VR-Brillen und Text (auf Webseiten ein Kernelement) nicht besonders gut. Das Konzept, die dargestellte Webseite in verschiedenen Formaten anzuzeigen (Vergr\u00f6\u00dferung 0.5, 1.0. 2.0 etc. zus\u00e4tzlich zum Vergr\u00f6\u00dfern des Browser-Fensters mittels Hand-Controller) funktionierte gut. Die 100-Sekunden-Tagesschau war mit Oculus Go in guter Bild- und Tonqualit\u00e4t, was ich so nicht erwartet h\u00e4tte. Dennoch w\u00fcrde ich mir keine l\u00e4ngere Suche antun, was aber weniger mit Firefox Reality als mit der &#8211; wie ich finde &#8211; sehr unbequem zu tragenden Oculus Go zusammenh\u00e4ngt.<br \/>\nEntdeckt habe ich durch die Startseite von &#8222;Firefox Reality&#8220; das Format &#8222;PanoMoments&#8220;: weder Foto noch Video, eher VR time Loop, und muss man tats\u00e4chlich mal gesehen haben, um es zu verstehen&#8230;<br \/>\nEinen Bericht zu Firefox Reality liefert heise: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/VR-Browser-Mozilla-veroeffentlicht-Firefox-Reality-1-0-4167174.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/VR-Browser-Mozilla-veroeffentlicht-Firefox-Reality-1-0-4167174.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/oculusgo-anigif500.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2132 size-full\" src=\"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/oculusgo-anigif500.gif\" alt=\"Oculus Go Screenshots\" width=\"500\" height=\"500\" \/><\/a><em>Screenshots aus Firefox Reality, Oculus Gallery, Body VR, Human Anatomy VR, ISS Tour<\/em><\/p>\n<p><strong>Mein Fazit im Vergleich mit Cardboard und Samsung Gear VR<\/strong><\/p>\n<p>Das Headset Oculus Go liefert die beste Bild-, Ton- und Navigations-Qualit\u00e4t &#8211; ist aber leider sehr unbequem und hat bei Betrieb bei mir immer noch einen chemischen Geruch. Die Version mit 32GB kostet 219 Euro und ist damit deutlich g\u00fcnstiger als die High-End-VR-Brillen Oculus Rift und htc Vive, die zus\u00e4tzlich einen starken PC ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p><strong>Einige Vorteile<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>einfache Installation<\/li>\n<li>alles integriert, kein Zusammenbauen n\u00f6tig vor Benutzen<\/li>\n<li>gute Bildqualit\u00e4t<\/li>\n<li>integrierter guter Ton, der auch Raumklang bietet<\/li>\n<li>sehr gut funktionierender Hand-Controller<\/li>\n<li>App-Paket mit kostenlosen Apps gleich beim Einrichten angeboten<\/li>\n<li>alleinige Funktion als VR-Brille, daher keine st\u00f6renden Smartphone-Features<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Einige Nachteile<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>sehr schwer (im Vergleich\u00a0 zu Cardboard und Samsung Gear VR)<\/li>\n<li>kein Drehregler wie bei Samsung zum Scharfstellen, daher Scharfstellen \u00fcber Verschieben der Position der Brille auf den Wangenknochen, was f\u00fcr unbequeme Haltung sorgt<\/li>\n<li>unangenehmer Geruch<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine logische Erweiterung meiner VR-Tests mit Smartphone (also relativ bezahlbare niederschwellige VR) ist die im Juni 2018 in Deutschland auf den Markt gekommene Oculus Go. Dieses VR-Headset ben\u00f6tigt kein Smartphone (hat einen vergleichbaren Chip integriert, braucht also auch keinen PC) und greift auf die Apps des Oculus Stores zu (https:\/\/www.oculus.com\/experiences\/go\/ &#8211; weitgehend analog der Samsung &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/?p=2134\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eErst Cardboard und Samsung Gear VR, nun Oculus Go\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,4,18],"tags":[],"class_list":["post-2134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-e-learning","category-software","category-vr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2134"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2148,"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2134\/revisions\/2148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.idethloff.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}