Erste Versuche mit Samsung-Smartphone und Kamera „Samsung Gear 360“

Samsung Gear 360Wesentlich einfacher als mit der „Street View“-App (vgl. Artikel vom 11.6.17) lassen sich 360°-Bilder natürlich mit einer extra dafür entwickelten Kamera erstellen: Die erste „Samsung Gear 360“ ist inzwischen deutlich im Preis gefallen, d.h. liegt bei unter 100 Euro, und in Verbindung mit Samsung-Smartphone S6 und Samsung GEAR VR-Brille passt alles fließend zusammen.
Für die Kamerasteuerung wird die App „Gear 360“ benötigt, für das Anschauen über die Samsung VR-Brille die App „Samsung Gallery“. Alternativ kann man die Fotofunktion auch direkt über die Kamera auslösen und die Bilder dann am PC mit der mitgelieferten Software „Gear 360 Action Director“ bearbeiten – insbesondere relevant wenn man kein Samsung-Smartphone hat…

App Samsung Gear 360App Samsung Gallery


Aspekt 1 – Bei 360°-Fotos ist man immer selbst mit auf dem Bild

Hier gäbe es 3 Möglichkeiten, dies zu vermeiden:
a) Durch den Timer und Auslösen über die spezielle „Gear 360“-App ist man sowieso etwas von der Kamera entfernt oder man „versteckt sich“
b) Man retuschiert sich anschließend aus dem Bild heraus (Photofiltre o.ä.)
c) Man macht kurz hintereinander 2 Bilder und wechselt dabei die eigene Position, d.h. die Objektiv-Seite, um anschließend per Bildbearbeitung die 2 Bilder miteinander zu „mischen“ (also nur die Seiten verwenden, wo man selbst nicht drauf ist)

Aspekt 2 – Wie kann man sich die 360°-Fotos ansehen?

Beim Speichern der Fotos auf dem Samsung-Smartphone wird bereits automatisch das 360°-Format erzeugt, doch eine komfortable Ergebnis-Anzeige gibt es m.E. nicht. Also danach entweder zur VR-Brille greifen oder die JPG-Bilder exportieren.

Samsung Gear VRGoogle Cardboard

a) Samsung Gear VR-Brille: Auf dem Samsung-Handy gibt es dafür eine gesonderte App „Samsung Gallery“, die dann die Bilder in der Samsung Gear VR-Brille sehr gut anzeigt.
b) Google Cardboard-Brille: Die Bilder auf dem Handy umbenennen, so dass sie vorne „PANO_“ heißen, denn dann werden sie von der Google-Cardboard-App  unter „Cardboard-Demos / Photospehre“ automatisch gefunden.
Übigens: Wenn man die Bilder auf dem Handy in der „Street View“-App importiert (über „360°-Fotos importieren“), werden sie dabei automatisch nach „Pictures/panoramas“ kopiert, umbenannt in „PANO_“ und würden somit von der Google Cardboard-App gefunden.
c) Windows-PC: Leider kann der m.E. sonst perfekte Viewer IrfanView 360°-Bilder nicht richtig anzeigen, daher bin ich auf Suche gegangen und habe dabei die kostenlosen Programme „FSP Viewer“ und „Nero 360 VR“ gefunden.
d) Beispiel 1 und Beispiel 2: Freigeben der Bilder nach Google Maps aus der „Street View“-App, denn dann erhält man einerseits eine URL und andererseits den Code zum Einbetten.
Jedesmal problematisch sind bei mir hier die GPS-Daten, da das Handy es irgendwie nur selten hinbekommt, diese in die Fotos einzufügen – Mit der „Street View“-App ist das anschließend nicht nur ziemlich umständlich, sondern es ist zudem schwierig, im Nachhinein die korrekte Stelle einer Wanderung in Google Maps wiederzufinden…

Vorteil der „Samsung Gear 360“-Kamera ist, dass man wenig „Brüche“ drinhat, da ja nur 2 Bilder erstellt werden (2×180 Grad). Dennoch habe ich es geschafft, dass auf einigen Bildern sich Geländer leicht versetzt „getroffen haben“ bzw. die Bank im Beispiel 2 auch nicht so ganz stimmt. Aber besser als Geisterbäume, die durch die zahlreichen Einzelbilder bei der reinen „Street View“-Alternative oft entstanden sind…

Beispiel 1 – Römischer Steinbruch bei Bad Dürkheim (Google Maps & Street View)

Beispiel 2 – Wanderweg mit Blick auf Grethen / Bad Dürkheim (Google Maps & Street View)

Als Nächstes stünde an, die Video-Funktion der „Samsung Gear 360“ zu testen – Aber an einem Feiertag bei gutem Wetter in der Pfalz war es schon bei Fotos nahezu unmöglich, unfreiwillige Personenaufnahmen in großem Stil zu vermeiden…