Lektüre fürs Wochenende

Heute war „E-Learning 2009 – Lernen im digitalen Zeitalter“, der Tagungsband zur GMW09, in meiner Post. Die Lektüre fürs nächste Wochenende ist damit gesichert. Da freue ich mich doch jedes Jahr wieder, dass man als GMW-Mitglied den Tagungsband kostenlos zugeschickt bekommt – ein richtiges Buch in der Hand finde ich zum Lesen immer noch angenehmer als das Online-PDF. In meinem privaten Bücherregal gibt es  sowieso etliche Bände aus der lesenswerten GMW-Reihe „Medien in der Wissenschaft“, z.B.  „Handbuch Organisationsentwicklung: Neue Medien in der Lehre“ (2005), „Betreuungskonzepte beim Blended Learning“  (2007), „E-Strategy“ (2008)

Frankfurter Buchmesse – Eindrücke

Sehr voll war’s –  bereits im Zug nach Frankfurt waren ganze Gruppen unterwegs  – teils in Verkleidung…  nein, zum heutigen Heimspiel der Eintracht wollten diese wohl nicht. In Halle 3.0 häuften sich dann die Kostüme, denn dort gab’s u.a. den Comic-Bereich. Nicht der hat uns aber interessiert, sondern etwas ganz Anderes: Gleich am Eingang der Halle 3.0 stießen wir –  ohne suchen zu müssen – auf die ausgestellten eReader mit E-Ink-Display-Technik.

Heise hatte ja kürzlich über das Modell von txtr berichtet und das gab es auch anzuschauen, wenngleich noch nicht in der endgültigen Verkaufsfassung, die es ab Dezember geben soll. Die technischen Daten klangen gut und das Gerät gefiel auch. Gleich nach unserem Gespräch kam eine Filmcrew vom ZDF zum Stand 🙂

Direkt nebenan standen die 2 Modelle von Sony – das neuere mit Touchscreen-Display; die Bedienung fand ich allerdings nicht so ganz intuitiv, sprich die Funktion der handschriftlichen Notizen mittels Stylus Pen. Dafür gibt es sie immerhin bei diesem Gerät. Was ich persönlich bei den eReadern aber extrem gewöhnungsbedürftig finde, ist der Seitenaufbau beim Blättern. Da gefiel mir im direkten Vergleich das Modell von italica am Besten – zudem ist das Gerät extrem dünn und leicht. Aber auch dieses Gerät kommt erst in den nächsten Monaten auf den Markt.

Worüber man nachdenken sollte: Wie kommen die Dokumente auf das Gerät? Auf jeden Fall über USB und einen Rechner, teils auch per Mobilfunk. Und ebenfalls sehr relevant: Die Formate. Wobei ich es nicht nötig finde, auch MP3- oder Word-Formate darauf lesen zu können, aber EPUB und PDF sollten es schon beide sein. EPUB hat ja den Vorteil, dass sich der Text automatisch an das jeweilige Layout anpasst.

Infos zu eBooks gibt es zur Zeit viele, z.B. einen Artikel in BuB 61 (2009) 09, S. 617-619 oder als Info der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels online. Nature berichtete in der Ausgabe 458/2 April 2009, S. 568-570 unter dem Titel „The textbook of the Future“  u.a. über Projekte an amerikanischen Unis mit Amazon Kindle oder Sony e-readers. Im Nature-Artikel wird die offene Frage thematisiert, welchen Geräten die Zukunft bzgl. e-textbooks gehört: „e-readers, laptops, portable music players and smart phones“ (S. 569). Das ist genau auch meine Frage, incl. wie lesbar und verwendbar (nicht zuletzt wegen DRM) in einigen Jahren für e-Reader eingekaufte Dokumente noch sein werden …

Ansonsten war es auf der Buchmesse ähnlich wie früher: viele Leute, teils sehr schön dekorierte Stände, viele Vorträge an Ständen, einige ehemalige Kolleginnen getroffen, interessante Eindrücke und die Erkenntnis, dass man entweder sich vorher umbedingt die Standnummern raussucht oder eben wie wir heute, einfach durch einige Hallen schlendert und sich überraschen lässt. Weiterlesen

Aus dem Alltag

Mittlerweile arbeite ich schon fast 6 Monate für’s E-Learning-Center der Uni Heidelberg. Eine sehr abwechslungsreiche Zeit mit wirklich vielen Betätigungsfeldern. Ausgewählte E-Learning-Projekte mit Fakultäten standen am Anfang, daneben galt es, letzte Vorbereitungen für den E-Learning-Workshop im Juli zu erledigen und die Durchführung zu unterstützen.
Die auf dem Workshop angekündigten geplanten neuen Dienstleistungen konnten inzwischen realisiert werden, und so gibt es seit August meine tägliche „Mediendidaktische Sprechstunde“ für Lehrende der Uni Heidelberg. Im Bereich Schulungen konnten wir durch meine Stelle das Angebot bedarfsgerecht erweitern, und so mache ich nun auf Anfage kurzfristige Moodle-Einführungen für interessierte Kleingruppen direkt vor Ort an den Instituten. Der Übergang von Beratungen und Technikaufgaben ist manchmal fließend (zumal ich ja im Universitätsrechenzentrum arbeite), und so war eines meiner Projekte auch die Erstellung eines neuen Moodle-Designs. Ein weiterer Wunsch war ein Weblog fürs E-Learning-Center – nach Vorbereitungen und Konfiguration haben wir dieses vor ca. 1 Woche gestartet und erhoffen uns dadurch eine noch bessere Vernetzung und Kommunikation aller lokalen E-Learning-Interessierten. In Arbeit ist auch bereits die Neustrukturierung und Neugestaltung der Webseiten des E-Learning-Centers, doch das wird noch einige Wochen dauern.
Da ich ja zusätzlich zu meinem Büro im URZ noch ein Büro im InnovationLab habe, gibt es mit diesem Kooperationspartner für mich natürlich eine besonders enge Zusammenarbeit. Dies ist nicht nur spannend aufgrund des Themas „Organische Elektronik“, sondern auch aufgrund der Konstellation Wirtschaft+Universitäten.
Kommunikation und Organisation gehören natürlich auch zu meiner Stelle, und ich freue mich wirklich sehr über die gute Zusammenarbeit und das angenehme Klima.